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Das Dominikanerkloster

 

Die Præstegade („Pastorenstraße“) trug bis zur zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts den Namen „Klosterstraße“, und das aus gutem Grund, denn das Gebiet war stark von kirchlichen Institutionen geprägt. Auch heute noch wird der Stadtteil „Klosterviertel“ genannt. Die wichtigste Institution war ein Kloster der „Schwarzen Brüder“ oder der Dominikaner, wie sie offiziell genannt wurden und werden. Dieser Orden hatte vom Papst die Befugnis erhalten, den gewöhnlichen Menschen die rechte Lehre verkünden zu dürfen. Das taten die Mönche, indem sie in den Straßen der Städte oder Dörfer predigten und Almosen für das Kloster sammelten. Mit ihren schwarzen Kutten haben die Mönche das Stadtbild markant geprägt.

In den letzten Jahrzehnten vor der Reformation gab es in Hadersleben auch eine Gruppe von Frauen, die Beginen, die zum Franziskanerorden gehörten. Zu ihren Aufgaben gehörte unter anderem die Pflege von Kranken und das Unterrichten von Kindern. Das Haus, in dem sie wohnten, lag nicht weit entfernt vom Kloster der Dominikaner.

Auf dem nördlichen Abhang der Klosterhalbinsel lag die Wohnung der Priester, die in der Marianerkapelle ihren Dienst verrichteten – eine der vielen Anbauten der Frauenkirche. Die Wohnung der Priester existiert schon lange nicht mehr, und das tut die Marianerkapelle auch nicht. Sie lag am westlichen Ende der Kirche und wurde zerstört, als der Kirchenturm beim großen Brand 1627 zusammenbrach.

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