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DER HADERSLEBENER DOM

 

Hier wurde um 1150 eine Kirche erbaut, die aber nur ca. 100 Jahre existierte. Sie wurde durch eine größere Kirche ersetzt, die unter dem Namen „Frauenkirche“ bekannt ist. Weil dieser Kirche mehr Zwecke zugedacht waren als gewöhnlich, wurde sie größer als die meisten Kirchen in den Kaufstädten.

Die Kirche in Hadersleben gehörte zum Stift des Bischofs in Schleswig. Sie hatte ab den 1260ern die Funktion einer „Dom-Filiale“ für den nördlichsten Teil des Stiftes. Die Pastoren, die hier Kanoniker genannt wurden, leiteten die vielen geistlichen Handlungen, beaufsichtigten die Gemeindepfarrer, und unterrichteten junge Männer, die später in den Dienst der Kirche treten konnten.

Als Herzog Christian, der spätere König Christian III., 1525 die Lehen Hadersleben und Tørning übernahm, erhielt die Frauenkirche eine tragende Rolle in der Reformation. Christian war Anhänger der Lehre Luthers und änderte die Frauenkirche zu einer evangelischen Kirche. 1528 erließ er die „Haderslebener Artikel“, eine Sammlung von Regeln für die zukünftige Durchführung von Gottesdiensten und die Wahrung des Amtes der Geistlichen.

1920 wurde die Grenze zwischen Dänemark und Deutschland vom Fluss „Kongeåen“ („Königs-Au“) nach Kruså verlegt, wodurch ein großer Teil von Südjütland von seinem Dom und Stift in Schleswig getrennt wurde. Die Frauenkirche in Hadersleben wurde Dom in einem neuen Stift. Der erste Bischof in Hadersleben trat sein Amt 1923 an.

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